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Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung besucht die Rotenburger Werke

Die Rotenburger Werke machen sich auf den Weg

Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung besucht die Rotenburger Werke

Besuch aus Hannover in den Rotenburger Werken

Karl Finke begrüßt die künftigen Entwicklungen

Auf Einladung des Vorstandes und des Heimbeirates der Rotenburger Werke besuchte Karl Finke, der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung in Niedersachsen am 16. März die Einrichtung der Behindertenhilfe, die in Rotenburg mehr als 1.100 Wohnplätze anbietet.

Auf dem Programm stand die Besichtigung des neuen Beratungszentrums in der Goethestraße, das Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung und deren Angehörige ist, und dessen Angebote gut wahrgenommen werden.

Anschließend wurde die Bildnerische Werkstatt aufgesucht, deren Jahresausstellung extra verlängert wurde, damit sie an diesem Tag noch besichtigt werden konnte. Karl Finke, der sehr stark sehbeeinträchtigt ist, ließ sich die Bilder erklären und konnte Strukturen und Materialien von Bildern und Skulpturen ertasten.

Nun war es dem Landesbeauftragten wichtig, ausführlich mit dem Heimbeirat und dem Werkstattrat der Rotenburger Werke ins Gespräch zu kommen. Nahezu alle Mitglieder der beiden Beiräte waren der Einladung in das Atelier der Bildnerischen Werkstatt gefolgt, denn der Besuch wurde als sehr wichtig eingestuft. Schließlich wurde seit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechts-Konvention nochmals besonders deutlich, dass Menschen mit Behinderung nicht nur Mitsprache bei der Gestaltung ihres Lebens haben, sondern wo immer es möglich ist auch selbst bestimmen. Die Gesprächspartner einigten sich auf eine engere Zusammenarbeit in der Zukunft, um diese gesetzlichen Forderungen auch realisieren zu können.

Auch beim nachfolgenden Gespräch mit dem Vorstand der Rotenburger Werke, mit Vertretern der Beiräte und den Projektleitern zum Thema Konversion standen die Rechte und Wünsche von Menschen mit Behinderung im Vordergrund. „Konversion“ bezeichnet einen Prozess, der Angebote von Behinderten-Einrichtungen, die bisher auf einen zentralen Standort festgelegt waren, nach und nach auch in die Region bringt, um Menschen mit Behinderung wohnortnahe Alternativen zu bieten. Die Rotenburger Werke wollen bis zum Jahr 2020 insgesamt 250 Wohnplätze in der Region einrichten.

Karl Finke beglückwünschte die Rotenburger Werke zu dieser Entscheidung. Es sei richtig, sich auf diesen Weg zu begeben. Er betonte, dass gerade eine so große Einrichtung der Behindertenhilfe in Bewegung kommen muss, um Heimstrukturen möglichst abzubauen und individuelle Formen des Wohnens und der Lebensführung zu ermöglichen. Der Besuch zeigte, dass zu diesem Thema zwischen dem Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, der Leitung der Rotenburger Werke und den Vertretern der Beiräte Konsens besteht. Die Vorstandsvorsitzende der Einrichtung, Jutta Wendland-Park, bestätigte dies ebenso wie Klaus Kinder für den Heimbeirat und Susanne Vogel für den Werkstattrat.


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Rotenburger Werke 2009Letzte Änderung: 24.07.2009