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Die Rotenburger Werke machen sich auf den Weg

Kinderferienprogramm auf dem Hartmannshof

Die Rotenburger Werke bieten ein abwechslungsreiches Ferienprogramm auch für Kinder und Jugendliche an, die nicht in der Einrichtung wohnen. Ein tolles Angebot für Kinder und Eltern! Mehr Infos bei Annette Hollmann, Tel. 04261-920862.

In den Sommerferien können Eltern und Kinder mal drei Wochen lang getrennte Wege gehen, denn das Ferienangebot der Rotenburger Werke lässt den Trennungsschmerz schnell vergessen: drei Wochen voller Erlebnisse und Abenteuer! Am Mittwoch, dem 21. Juli zum Beispiel brachte Mitarbeiter Marco Hörmann 15 seiner Schafe zum Scheren mit. Ist es ein Zufall, dass es auch 15 Kinder sind, die auf dem Hartmannshof nahe am Bullensee ihre Ferien verbringen?

 

Vom Verein „ackern & rackern“ aus Riepholm war Christine Burandt-Gabriel angereist, die den Kindern sehr anschaulich zeigte, wie es mit der Wolle nach der Schur weitergeht, und was man alles aus ihr machen kann. Unterstützt wurde sie von der 20-jährigen Denise Hogrefe, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bei dem Verein absolviert.

 

Jedenfalls waren die Kinder begeistert und höchst interessiert. Einige wenige trauten sich mit der behutsamen Hilfe durch Marco Hörmann sogar ans Schermesser; ein Erlebnis für alle war es aber, sich die frisch geschorene Wolle umzuhängen oder sich in die am Boden ausgebreitete Wolle zu kuscheln. Dann ging es weiter: Spinnen und Filzen, ausprobieren, wie enorm reissfest so ein gesponnen Faden ist.

 

Erlebnisse mit und in der Natur sind heutzutage besonders wichtig für Kinder und Jugendliche, ob mit oder ohne Behinderung. Das Ferienprogramm der Rotenburger Werke ist deshalb sehr naturnah konzipiert. „Wir sind ganz viel draußen“, sagt Corinna Bartels, die als Erzieherin das Projekt für die Rotenburger Werk leitet, „zum Beispiel haben wir auch gemeinsam ein Floß gebaut, mit dem wir nun oft auf dem nahen Bullensee unterwegs sind.“

 

Und dann sind da noch die Tiere, die nun ständig auf dem Hartmannshof in einem großen Freigehege leben, auch sie sind eine ganz große Attraktion für die Kinder. Der neue Hofleiter, der 34-jährige Johannes Buhr, stellt sie vor: Da sind die zwei Zwergziegen „Ratze“ und „Rübe“, zehn Hühner laufen gackernd herum, und die drei freundlichen Schweine sind „Bentheimer Bunte“, eine Rasse, die schon fast ausgestorben war. Das Kleintiergehege ist übrigens durch eine Spendenaktion der Rotenburger Werke ermöglicht worden; unter dem Motto „Kaninchen Sabinchen“ waren ca. 13.000 Euro zusammengekommen, und Johannes Buhr freut sich, dass damit ein Grundstock geschaffen wurde, der ausbaufähig ist. „Perspektive ist die Eierproduktion mit alten Rassen“, sagt er, “zum Beispiel mit Vorwerker Hühnern, außerdem soll es irgendwann eigene Schafe geben.“

 

Das Besondere bei dieser Form einer „sanften Landwirtschaft“: Ab 2012 sollen am Hartmannshof auch Arbeitsplätze für junge Menschen mit Behinderung geben, die gerne mit Tieren und in der Natur tätig sind. Bis dahin werden zwölf moderne, neue Wohnplätze vor Ort entstanden sein.

 

Und wie ist die langfristige Perspektive? Konkrete Prognosen wagt Johannes Buhr nicht, „aber irgendwann soll es einen Hofladen mit eigenen Produkten geben. Wanderer und Radfahrer können sich dann bei uns erfrischen und natürlich auch länger verweilen.“ Neben den Tieren wird es auch Spielmöglichkeiten für Kinder geben.

Besucher sind auf jeden Fall auch jetzt schon willkommen, und vielleicht trägt ja auch der Beitrag von „buten un binnen“ bei „Radio Bremen“ dazu bei, dass sich Neugierige auf den Weg zum Hartmannshof machen. Wer Genaueres wissen will, kann sich direkt an den Hofleiter wenden: Tel. 04261-8086.

 


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Rotenburger Werke 2009Letzte Änderung: 24.07.2009