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Ein neues Haus für gelebte Inklusion

Die Rotenburger Werke machen sich auf den Weg

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Die Rotenburger Werke machen sich auf den Weg

Halt! Leichte Sprache! Bewohnerinnen und Bewohner der Rotenburger Werke werden in gut verständlicher Sprache und mit anschaulichen Bildern über die neuen Möglichkeiten informiert.

 

Unser Weg in die Zukunft

 

In insgesamt elf Veranstaltungen informierte die Leitung der Rotenburger Werke innerhalb einer Woche Ende Januar/Anfang Februar über die geplanten Entwicklungen der Einrichtungen in den kommenden zehn Jahren. Gut besucht waren die Informationsveranstaltungen für Bewohnerinnen und Bewohner, für die Mitarbeitenden, für den Heimbeirat und den Werkstattrat. Die Angehörigenvertretung wurde ebenso informiert wie der Trägerverein.

 

Worum geht es genau?

 

Die Rotenburger Werke wollen die Lebensqualität für Menschen mit Behinderung weiter verbessern. Sie tun dies auf der Grundlage der UN-Behindertenrechts-Konvention, die unter anderem das Wunsch- und Wahlrecht für Menschen mit Behinderung stärkt. Jeder Mensch soll sich unabhängig von einer Behinderung aussuchen können, wo, wie und mit wem er lebt. Dazu ist es nötig, Alternativen vorzufinden, die eine Auswahl ermöglichen. Deshalb werden die Rotenburger Werke künftig Wahlmöglichkeiten nicht nur an verschiedenen Standorten in der Stadt, sondern auch in der Region bieten.

Sie verfolgen dabei das Konzept der Sozialraumorientierung. Menschen sollen auch dort leben können, wo sie soziale Bezüge, Freundschaften, Verwandtschaft, Partner haben.

Geplant sind in einem Zeitraum von 10 Jahren bis 2020 insgesamt 250 neue Wohnplätze für Menschen mit Behinderung in der Region. Jährlich sollen 25 neue Wohnplätze bereitgestellt werden.

Entsprechend wird die Platzzahl am Standort Rotenburg umgewandelt.

Gleichzeitig werden die Rotenburger Werke ihre Angebote in der Stadt Rotenburg verbessern.

Die Standards im Wohnen werden erhöht und die Angebote für spezielle Zielgruppen ausgebaut. Schon jetzt gibt es die Fachpflegeeinrichtung in der Moorstraße oder das Kompetenzzentrum „Phönix“ für Schädel-Hirn-Trauma-Patienten.

Das Kuratorium hat in seiner letzten Sitzung grünes Licht für die Erstellung dieses Konzeptes gegeben. Um diese neuen Wohnmöglichkeiten wirtschaftlich solide aufzubauen, brauchen die Rotenburger Werke starke Partner, die sie fachlich und finanziell unterstützen. Das niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit hat bereits seine Unterstützung zugesagt.

Die Rotenburger Werke planen einen Antrag zur Aufnahme ins Förderprogramm der Aktion Mensch zur Umwandlung von Groß- und Komplexeinrichtungen in differenzierte gemeindenahe Wohnangebote unter dem Motto "Veränderungen wagen, Visionen gestalten: Wer mittendrin wohnt, ist näher dran."

In diesem Prozess wollen die Rotenburger Werke bei den künftigen Entwicklungen eng mit Menschen mit Behinderung, mit Angehörigen und Mitarbeitern, aber auch mit Kommunen, den entsprechenden Gremien, Vereinen und Kirchengemeinden zusammenarbeiten. Auch eine Zusammenarbeit mit anderen Anbietern der Behindertenhilfe wird angestrebt.

 


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Rotenburger Werke 2009Letzte Änderung: 24.07.2009