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Ein neues Haus für gelebte Inklusion

Die Rotenburger Werke machen sich auf den Weg

Grundstein für gemeinsames Lernen

Ein Zirkusspektakel zum Jubiläum

Zeltaufbau. Und dann gleich schon mal probieren, wie es sich anfühlt, so mitten in der Manege

100 Jahre Lindenschule. Ein großes Jubiläum für unsere Förderschule. Natürlich wird es auch groß gefeiert, und natürlich gibt es auch einen Festakt mit Reden und Glückwünschen.

 

Für unsere Schülerinnen und Schüler aber gibt es etwas noch viel Größeres: Eine Zirkusrevue zu diesem Anlass, in der sie selbst die Stars in der Manege sind. Sie selbst und ihre Freunde und Freundinnen aus den Grundschulen der Stadt und der Umgebung, in denen gemeinsamer Unterricht und Projekte stattfinden. Denn integrative Bildung ist bei uns mehr als ein „frommer Wunsch“.

 

Und wie ließe sich Integration schöner erleben als bei der Planung und Durchführung eines gemeinsamen Auftritts im Zirkus!

 

Oben sehen wir die ersten Vorbereitungen. Schon beim Aufbau des Zelts packen alle gemeinsam mit an. Dann eine erste Probe. Die Lehrkräfte der Lindenschule müssen lernen, wie man Akrobatik, Zauberei und Show-Einlagen richtig inszeniert, und wie man dies alles an die Schüler weitergibt. Eine knappe Woche Training, dann muss die Premiere stehen. Das Warten und die Ungeduld werden sicher bald belohnt.

 

 

... und los geht's!

Zum einen Ohr rein, zum andern raus. Ist aber alles nur Zauberei ...

Montagmorgen und ein voll besetztes Zirkuszelt. Da staunen die Schülerinnen und Schüler nicht schlecht, als sie plötzlich ihre Lehrkräfte als Zauberer, Clowns und Akrobaten erleben. Nach nur wenigen Stunden Training funktioniert ein anderthalbstündiges Zirkusprogramm, in dem ein Höhepunkt den nächsten jagt. Applaus und Jubel sind gewaltig, und es ist einfach toll mitzuerleben, wie der gute alte Zirkus im Zeitalter neuer Medien bei den Kindern Lachen und Begeisterung hervorruft.

 

Aber nun heißt es aufgepasst. Denn die Lehrerinnen und Lehrer haben heute nur ein einziges Mal gezeigt, wie es geht oder gehen könnte. Jetzt sind die kleinen Zauberlehrlinge selber dran, denn bei den öffentlichen Aufführungen stehen sie im Mittelpunkt. Noch vier Tage Proben. Dann wird es ernsthaft lustig.

Faszination ist das eine. Konzentration und Training sind die anderen Voraussetzungen zum Erfolg.

Freude, Konzentration, Körperbeherrschung. Bei den Proben in den Klassenzimmern, im Freien und im Zirkuszelt kommt es darauf an, dass man sich auf die anderen unbedingt verlassen kann. Und es macht nicht nur Spaß zu erleben, dass es wirklich funktioniert. Es ist auch eine Form des integrativen Unterrichts, wie er schöner nicht sein kann.

Morgen ist Generalprobe, übermorgen schon der erste öffentliche Auftritt. Die Spannung steigt. Wird tatsächlich alles gutgehen?

 

 

Generalprobe vor 400 Besuchern

Endlich richtig im Rampenlicht!

Das war schon fast wie eine Premiere: der komplette Probe-Durchlauf der gesamten Revue mit fast zwei Stunden Programm. Das Zelt gerammelt voll mit überwiegend sehr jungem Publikum.

Akrobatik, Lichterzauber und der Stolz der Hauptdarsteller. Wenn’s bei den folgenden vier Aufführungen genauso rund läuft, wird das Publikum begeistert sein.

 

 

... und noch mal Applaus für die Lindenschule

Das Schönste ist das ganze Drumherum. Könnte es doch einfach immer so weitergehen ...

Bei den öffentlichen Aufführungen am Samstag ist das Zelt jeweils so brechend voll, dass der Fotograf seinen kostbaren Platz lieber einem Besucher zur Verfügung stellt. Aber als um das Zelt herumschlendert, entdeckt er im "Backstage"-Bereich auf der Wiese das ganze bunte Zirkusvolk. Und eigentlich ist es hier sowieso am schönsten. All das Lampenfieber ist spürbar, die Vorfreude auf den Applaus. Manche üben noch letzte Schritte auf dem Seil, andere wie die Clowns nehmen es eher cool, manche liegen einfach auf der Wiese und lassen sich die Sonne ins Gesicht scheinen. Denn gleich wird es aufregend genug.

 

Resümee der ganzen Zirkuswoche: Schade, schade, eigentlich hätte es jetzt immer so weitergehen können. Aber auch der Schulalltag ist in der Lindenschule ist keineswegs trist. Und wie eine Hundertjährige wirkt sie auch nicht, auch wenn wir ihr hier noch einmal zum Jubiläum und zu dieser unvergesslichen Zirkuswoche gratulieren wollen.

Rotenburger Werke 2009Letzte Änderung: 1.10.2009