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Die Welt verstehen ... Fachtagung in den Rotenburger Werken

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Die Welt verstehen ... Fachtagung in den Rotenburger Werken

Frank Regenbrecht bei seinem Vortrag im Lutherhaus der Rotenburger Werke

Fachtagung in den Rotenburger Werken zum Thema erworbene Hirnschädigung

 

Das war informativ, das war kommunikativ und unterhaltsam: Am 27. April hatten sich 120 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet zur Fachtagung ins Lutherhaus der Rotenburger Werke eingefunden. „Ich verstehe die Welt nicht mehr“, so der Titel der Veranstaltung, die sich auf die Erfahrung von Menschen bezog, die nach einer erworbenen Hirnschädigung, zum Beispiel nach einem Schlaganfall oder nach einem schweren Unfall, mit erheblichen Einschränkungen zurechtkommen müssen. Da ist oft sehr viel verloren gegangen, nicht nur, was die körperlichen Fähigkeiten betrifft, sondern vor allem auch Gehirnleistung, das Gedächtnis, die Sprachkompetenz. Die Rotenburger Werke haben sich seit Jahren auf diese besondere Zielgruppe von Menschen spezialisiert und in ihrem Bereich „Phönix“ entsprechende Angebote des Wohnens, der Förderung und der Therapie entwickelt.

 

Der Schwerpunkt der Fachtagung lag im Bereich der Kommunikation. Die Vorstandsvorsitzende der Werke, Jutta Wendland-Park, wies in ihrer Begrüßung darauf hin, wie ein alltägliches Thema hier eine ganz besondere Intensität gewinnt, denn gerade für Menschen mit erworbener Hirnschädigung ist Kommunikation das A und O. Diagnosen und therapeutische Ansätze sind hier besonders wichtig, um Lebensqualität wiederzuerlangen und zu verbessern.

 

Frank Regenbrecht, klinischer Linguist und Logopäde an der Universität Leipzig, widmete sich in seinem Fachvortrag dem komplexen Thema Sprache. Warum sind bei Patienten die Wörter nur manchmal da? Warum kann man nicht einfach auf Bilder zeigen, wenn die Sprache nicht funktioniert? Warum versanden die Gespräche so oft im Nichts? Und warum gibt es so viele Missverständnisse, obwohl die Wörter und Sätze doch alle korrekt sind? Für das Fachpublikum, aber auch für viele der anwesenden Betroffenen und deren Angehörige ist dies ein Thema, das bewegt. Vor allem stellt sich die Frage: Was tun, damit es zu Verbesserungen kommt?

 

Darauf gingen mit praktischen Beispielen Britta Prigge und Stephani Thöle ein, die mit jahrelanger Erfahrung als Fachkräfte für Unterstütze Kommunikation in den Rotenburger Werken tätig sind.

 

Nach der Mittagspause überraschte Pantomime JOMI mit seinen wortlosen Beiträgen auf höchstem Niveau. JOMI (Josef Michael Kreutzer) studierte bei Marcel Marceau in Paris. Seit 1981 hat er sich als Solopantomime weltweit einen Namen gemacht. Zudem gibt er seine Kunst als Dozent für Körpersprache und Pantomime weiter. Szenische Episoden, die er auf der Bühne zeigte, brachten das Thema Kommunikation ebenso nachdenklich wie humorvoll auf den Punkt. Die Begeisterung der Tagungsteilnehmer bewies, dass Kunst und Wissenschaft sich bei einem solchen Anlass aufs Beste ergänzen können.

 

Sabrina Beer, Logopädin mit einem Abschluss in Neurorehabilitation aus Rosenheim, nahm den wissenschaftlich-praktischen Faden wieder auf, um in ihrem Abschlussvortrag weitere Methoden vorzustellen, die Menschen mit erworbener Hirnschädigung konkret helfen können. Ziel ihres Ansatzes ist die Schaffung eines möglichst umfassenden multimodalen

Kommunikationssystems, um Betroffenen Teilhabe am täglichen Leben und Einfluss auf die Umwelt zu bieten.


 Idealerweise konnten sich die Tagungsbesucher im Anschluss spezialisierte Einrichtungen der Rotenburger Werke für die betroffenen Menschen anschauen und Fragen stellen.

Mehr über die Arbeit der Rotenburger Werke in diesem Bereich erfahren Sie hier.


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Rotenburger Werke 2013Letzte Änderung: 25.06.2017

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