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Zehn Mal Gold bei Special Olympics

Inklusion im Neubaugebiet

Historischer Schafstall als neue Attraktion am Hartmannshof

Die Welt verstehen ... Fachtagung in den Rotenburger Werken

Mit der Brille des Bürgermeisters zum Sieg

Team Rotenburger Werke war erfolgreich bei den Special Olympics in Hannover

Mit 16 Gold-, zehn Silber- und vier Bronzemedaillen kehrte das Team Rotenburger Werke von den Special Olympics in Hannover zurück. „Die Spiele hatten das Motto „Gemeinsam stark“ – und genau das hat unser Team ausgezeichnet“, sagt Delegationsleiter Peter Schlake. Die 20 Sportlerinnen und Sportler zwischen 15 und 38 Jahren kamen sowohl aus den Wohn- und Arbeitsbereichen der Rotenburger Werke als auch aus der Lindenschule, zwei waren als Mitglieder des Spaß-BuS, des Sportvereins für Menschen mit Behinderungen, zum Team gestoßen. Gemeinsam mit ihren Trainern und Betreuern Tom Smolka, Angela Körner-Steinhauer, Karl-Heinz Joswig, Werner Deinas, Torben Kohlsaat, Bruno Gärtner und Volker Mitschke genossen sie die fünf Tage Ausnahmezustand.

Da war zunächst die pompöse Eröffnungsfeier in der TUI Arena mit rund 10.500 Zuschauern. Wie beim großen Vorbild, den Olympischen Spielen, wurde ein Feuer entzündet und ein Special-Olympischer Eid gesprochen. Rund 4.800 Athleten gingen in den anschließenden fünf Tagen in 18 Sportarten an den Start. „Die Spiele waren in diesem Jahr so perfekt organisiert gewesen. Das hat neue Maßstäbe gesetzt“, sagt Schlake. Der Sportlehrer der Lindenschule hat das Team Rotenburger Werke bereits zum dritten Mal zu den nationalen Spielen der Special Olympics begleitet.

Besonders gefreut hat ihn, dass die Stadt Hannover die Spiele sehr nah an die Menschen herangeholt hat. So wurden Wettkämpfe in den großen Arenen ausgetragen. Die Langstreckenläufe fanden sogar im Zentrum von Hannover statt. Davon profitierte beispielsweise Kevin Schröder, dessen 5-KM-Lauf am Kröpke endete. Der 21-Jährige ging in seiner Leistungsklasse als erster ins Ziel und wurde dabei von Tausenden Menschen bejubelt. „Das sind unvergessliche Momente“, sagt Schlake.

Wie eng Glück und Pech nebeneinander liegen, haben während ihrer Wettkämpfe Dennis Borchardt und Lucas Joswig erlebt. Borchardt lag bei seinem 100-Meter-Lauf klar auf Goldkurs, ist dann aber kurz vor dem Ziel gestürzt. Auch mit der Staffel fehlte ihm das Glück. Durch einen missglückten Wechsel erlief sich sein Quartett in der Wettkampfklasse 1 „nur“ Platz zwei. Allerdings konnte der Rotenburger im Weitsprung den 1. Platz erzielen. Joswig gewann seinen 100-Meter-Lauf in einer Bestzeit und wäre deshalb eigentlich der Sieger gewesen. Allerdings wurde der Lauf später wegen eines Zeitnahme-Fehlers annulliert und wiederholt. Im zweiten Lauf fehlten Joswig dann die Kraft und die Konzentration, so dass am Ende nur ein 5. Platz herauskam. Mit seiner Staffel gelang dem 21-Jährigen dann aber doch noch eine Goldmedaille.

Eine kuriose Geschichte erlebte Nils Fuchs. Er wurde als Ersatz nachnominiert und war bei den Rotenburger Radfahrern letztlich der erfolgreichste Athlet mit einem 1. Platz im 5-KM-Einzelzeitfahren, einem 3. Platz im 5-KM-Straßenrennen und einem 4. Platz im 10-KM-Einzelzeitfahren. „Das lag wahrscheinlich an seiner besonderen Radbrille“, sagt Schlake schmunzelnd. Die hatte ihm nämlich der Rotenburger Bürgermeister Andreas Weber vor den Wettkämpfen geliehen. „Im Training hat er immer gesagt, dass er keine Brille brauche“, erklärt Schlake, der dem Athleten aus den Materialbeständen der Rotenburger Werke ohne Probleme eine hätte zur Verfügung stellen können. Während des Flohmarkts auf dem Hartmannshof erfuhr Bürgermeister Weber davon, dass der 23-Jährige noch keine Brille hatte und stellte seine eigene zur Verfügung. „Mit der fuhr er dann zum Sieg“, freut sich Schlake.

Einen weiteren Grund zur Freude hatte Volker Mitschke, der die Judoka des Team Rotenburger Werke zu den Wettkämpfen begleitete. Sie waren das erste Mal bei diesen großen Wettkämpfen dabei. Umso größer war die Freude darüber, dass sich Malte Bausdorf und Dennis Holsten gleich einen 4. Platz in ihren Wettkampfklassen erkämpften. Mitschke leitet die Judoabteilung des TUS Rotenburg, in dem die drei Starter des Teams Rotenburger Werke auch trainieren.

Das gehört zum nachhaltigen Sportkonzept der Lindenschule, dass sie dafür sorgt, dass die Schülerinnen und Schüler auch nach ihrem Austritt aus der Schule weiterhin Sport treiben können“, sagt Schlake. Darin liegt für den engagierten Sportlehrer eine wichtige Motivation für seine Arbeit. Und letztlich liegt für ihn auch hier der Grund, dass das Team Rotenburger Werke so erfolgreich bei den nationalen Spielen der Special Olympics abgeschnitten hat. Insgesamt waren alle Sportler aus Rotenburg mit ihren Leistungen zufrieden. „Es hat uns wirklich ausgezeichnet, dass wir uns so uneingeschränkt über die Leistungen der anderen freuen konnten. Das ist eine besondere Qualität“, freut sich Schlake, der noch einmal allen Sponsoren dankt, die die Teilnahme in Hannover überhaupt erst ermöglicht haben. Neben der Lotto-Sport-Stiftung waren das die Stadt Rotenburg, die Stadtwerke Rotenburg, die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde, die Lions Clubs Rotenburg und Scheeßel, die Leas Rotenburg sowie der Hilfsfonds der Lentkaserne.

Am Start waren: Nicole Bohnse und Jussi Deinas (Tischtennis), Thomas Redecke, Marc Steltner, Henrike Meyer, Denise Wiedenstried, Dennis Borchardt, Kevin Schröder, Lucas Joswig, Julian Keppler, Fabian Schulte, Niki Werner und Shirley Pahl (Leichtathletik), Nils Fuchs, Eric Riebesehl, Dieter Bruns und Tobias Boyens (Radfahren) sowie Dennis Holsten, Erik Schojan und Malte Bausdorf (Judo).


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Rotenburger Werke 2013Letzte Änderung: 26.07.2017

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