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Thema: Menschen mit erworbener Hirnschädigung

Große Gesten. Poetry-Slammer Lars Ruppel begeisterte mit Animation und Wortwitz

„Wenn Neues Altes ablösen muss“: Unter diesem Motto stand der 3. Fachtag: Leben mit erworbener Hirnschädigung, zu dem das Kompetenzzentrum Phönix der Rotenburger Werke eingeladen hatten. Betroffene, Angehörige und Menschen, die mit Betroffenen arbeiten, waren aus ganz Deutschland angereist, um sich über Wohnformen, Unterstützungsangebote und Entwicklungswege nach der Reha-Phase zu informieren.

 

„Irgendwann ist es gut, nicht mehr nur zurückzuschauen, weil das auch die Zukunft verschließt“, sagte Pastorin Jutta Wendland-Park, Vorstandsvorsitzende der Rotenburger Werke, in ihrer Begrüßung. Und dass es für diese Zukunft eine ganze Menge Möglichkeiten gibt, das erfuhren die Anwesenden während der Veranstaltung.

Häufig muss es in diesem „neuen Leben“ auch eine „neue Kommunikation“ geben. Darauf verwies beispielsweise Dr. Ute Knüpfer-Banerjee, Landesärztin für Körperbehinderte in Hamburg, in ihrem Vortrag. Sie stellte dar, wie eine Hirnschädigung die verschiedenen Bereiche, die zu einer Kommunikation gehören, einschränken können. „Wenn ich in eine Wohngruppe gerufen werde, weil dort ein Bewohner als „bockig“ beschrieben wird, stelle ich meist fest, dass diese „Bockigkeit“ den Kommunikationsfehlern der Umgebung geschuldet ist“, sagte Knüfper-Banerjee. Sich auf solche Kommunikationshindernisse einzustellen und sie auszugleichen, das sei die Aufgabe derjenigen, die mit Menschen mit einem erworbenen Hirnschaden leben und arbeiten. „Wir müssen anderes Verhalten zulassen und wohlwollend akzeptieren“, sagte die Fachärztin für Reha-Medizin.

 

Die Diplom-Psychologin und zertifizierte Fachtherapeutin für kognitives Training, Nicole Blank, beschrieb das Nachsorge-Angebot am Beispiel der alsterdorf assistenz west in Hamburg. Ihr Fazit: „Es gibt eine ganze Menge Angebote, aber die Informationen über sie sind nicht optimal gebündelt. Deshalb ist es oftmals schwer für die Betroffenen und Angehörigen, das passende zu finden.“

 

Richtig in Schwung kamen die Anwesenden, als der Poetry-Slammer Lars Ruppel sein Konzept der „Weckworte“ vorstellte. Er möchte damit pflegebedürftigen Menschen einen Zugang zu alten und neuen Gedichten ermöglichen. Deshalb hat er Techniken entwickelt, mit denen Gedichte so vorgetragen werden können, dass sie verschiedene Sinne ansprechen. Niemand muss aussteigen, weil er inhaltlich überfordert ist. Das geschieht beispielsweise über Stimme, Mimik, Körperhaltung, Gesten aber auch über Berührungen. „Die Menschen sollen weiterleben in einer kulturellen Biographie. Das sollten Pflegende und Angehörige ihnen ermöglichen“, sagte Ruppel.

 

In einem Film über Eckhardt Köhne konnten die Fachtag-Teilnehmer den Alltag eines Menschen mit erworbener Hirnschädigung im Kompetenzzentrum Phönix kennenlernen. Das Zentrum ist ein eigenständiger Fachbereich für Menschen mit erworbener Hirnschädigung. Es gehört zu den Rotenburger Werken, einer diakonischen Einrichtung für Menschen mit einer Behinderung. Im Kompetenzzetrum Phönix wird ein auf den individuellen Bedarf abgestimmtes Wohn-, Betreuungs-, Arbeits- und Therapieangebot vorgehalten. Es umfasst sozialpädagogische Maßnahmen, alltagsorientiertes Training, soziale Begleitung und Pflege, Förder- und Arbeitsangebote, Freizeitangebote, Hirnleistungstraining, ärztliche und fachärztliche Versorgung, neuropsychologische Behandlung, Erwachsenenbildung und offene Hilfen sowie Begleitung der Angehörigen. Diesen Komplex konnten Interessierte während verschiedener Führungen genauer kennenlernen.

 

Der Film zeigte Eckhardt Köhne in seiner Wohnung, an seinem Arbeitsplatz in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), auf dem Wochenmarkt, mit Freunden, unterwegs auf seinem dreirädigen Fahrrad und mit sehr vielen seiner gesammelten Baseballkappen. Es gehört zu Köhnes Hobbys, solche Kopfbedeckungen zu sammeln. Der leise und einfühlsame Film dokumentiert eindrucksvoll, dass Ekhard Köhne in seinem neuen Leben zu einer neuen Normalität gefunden hat, in der eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ganz selbstverständlich dazugehört.

 

Den Film finden Sie direkt hier auf unserer Startseite.


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Rotenburger Werke 2013Letzte Änderung: 24.03.2017

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