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Kirchliches Leben in den Rotenburger Werken

Kirche muss begreifbar sein

Wie können Menschen mit einer geistigen Behinderung Religion erleben? Wie können sie erfahren, dass christlicher Glaube eine Einladung für sie ist, die sie annehmen können, aber nicht müssen?
In unserem Konfirmanden-Unterricht erklären wir Glaubensinhalte mit einfachen Mitteln. Biblische Geschichten werden spielerisch behandelt: sinnlich, verständlich, begreifbar im wörtlichen Sinn. Das ist etwas Besonderes. An diesem Unterricht nehmen auch Jugendliche teil, die nicht in den Rotenburger Werken wohnen.
Denn so viel Zeit und erfahrene Zuwendung kann eine "normale" Kirchengemeinde meist nicht bieten.

Für jeden ein offenes Ohr

Vertrauen ist eines der höchsten Güter. Die Gewissheit, dass man Zuhörer hat, die Geheimnisse für sich behalten können. Zuhörer, die guten Rat haben, die auch handeln und helfen, wenn man es will.
Da kann es lange Gespräche geben, bei denen man schon mal die Tür hinter sich zumacht. Aber es gibt auch den kleinen, alltäglichen Plausch, wenn man sich auf der Straße trifft. Wichtig ist, dass man sich Zeit und den anderen ernst nimmt. Das gilt für uns alle in den Rotenburger Werken, das ist für unseren psychologischen Dienst ebenso selbstverständlich wie für das Miteinander im kirchlichen Leben.

Auffallen erlaubt: Kirche einmal anders

Kantor Stephan Orth ist begeistert von einer Idee.
Er will den Kirchenraum all denen zugänglich machen, die im normalen Gottesdienst auffallen. Die aufstehen, die laufen, die springen, die laut werden. Denen man sonst sagt: "Schscht!" oder "Sitz' doch mal still!"
Kirche gehört auch ihnen, sagt Stephan Orth und greift jeden Mittwoch in die Tasten.
Ist das eine Form von Andacht? Ist das ein Konzert?
Jeder macht für sich daraus, was er will. Auf jeden Fall ist es ein intensives Erlebnis. Und jeder reagiert anders auf die wuchtigen und leisen Orgelklänge. Jeder findet seinen Platz, seinen Raum. Während die einen jubeln wie in einem Rock-Konzert, geht anderen das Herz auf ihre Weise auf.

Gemeindeleben

Unsere Kirchengemeinde ist die "Zum Guten Hirten". Wir teilen sie uns mit dem Diakonissen-Mutterhaus. Erfahren Sie mehr über Aktivitäten, Kirchenausschuss und Gottesdienste, wenn Sie hier klicken.